Nach fast zwei Wochen hatten wir endlich eine Verabredung mit dem Optiker, der seine Erfahrungen und Wissen mit den Schnucki Sitzsäcke weitergeben wollte. Er hatte uns in sein Optikergeschäft eingeladen, weil er dort noch einige Reste der Ware im Lager stehen hatte. Der Empfang war herzlich und wir setzten uns gleich an einen kleinen Tisch im Geschäft.

Und das ist seine Geschichte: Vor nun fast zehn Jahren lernte er das Produkt in seinem Heimatland kennen und schätzen. Mit einem Freund (einem Grafiker) entschieden Sie, das Produkt einzukaufen und in der Schweiz zu vertreiben. Sie nannten das Produkt in Schnucki Sitzsack um und begannen es an Messen zu verkaufen. Glück war auch noch dabei, denn an der Herbstmesse in Basel erhielten Sie einen Stand kostenlos, weil ein anderer Mieter abgesprungen war. Langsam sprach sich das Produkt herum und bald schon stiessen sie an die Kapazitätsgrenzen. Seit 4 Jahren ruhte nun der Verkauf.

Er zeigte uns wie man einen Sitzsack füllt (45 Minuten sic!) oder zumindest wie sie es gemacht haben und das erstellte Material für das Produkt. Wir haben viel dazugelernt: Die Füllmasse für Sitzsäcke (500 Liter), wo er das EPS bestellt hatte (und zu welchen Preisen) und dass das Originalprodukt “Puff” heisst, was im schweizer deutschen Bordell bedeutet. Daher der Namenswechsel zu Schnucki Sitzsack, was eigentlich eher ein Kosewort ist.

Meine Gedanken: Viel zu lange Füllzeiten, viel zu teures Füllmaterial und ein grässlicher Name, den ich auf jeden Fall ändern würde.

Ein Tag danach schrieb ich im eine Nachricht, dass wir es machen werden. Er zeigte sich erfreut und nach mehrmaligen Nachhacken sandte er uns wie versprochen seine Kundenliste und das gesamte Material (das sich als ziemlich spärlich erwies). Wir begannen eifrig nach einem neuen Produktenamen zu suchen und dann schlug die Realität bereits zu. Mehr dazu im nächsten Blog-Eintrag.

×
×

Warenkorb